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Der Berliner SPD-Vorsitzende Steffen Krach schließt einen Rücktritt aus, während die Ermittlungen wegen Korruption weitergehen

Steffen Krach, Regional President of Hanover Region
Photo: Region Hannover / Philipp Schroeder (official government press photo)

Steffen Krach, Spitzenkandidat der Berliner SPD für die Landtagswahl am 20. September 2026 und Vorsitzender der Berliner SPD, hat erklärt, er werde unabhängig vom Wahlergebnis im Amt bleiben, obwohl die Staatsanwaltschaft in Hannover weiterhin wegen des Verdachts auf Korruption gegen ihn ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Hannover leitete Anfang September 2026 ihre Ermittlungen ein, um zu prüfen, ob Krach in seiner Funktion als Regionalpräsident der Region Hannover im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Krankenhausgeländes eine politische Spende unrechtmäßig angenommen und ob er vertrauliche Informationen aus einem konkurrierenden Angebot rechtswidrig weitergegeben hat. Die Ermittler durchsuchten Krachs Wohnung in Berlin, seine ehemalige Dienstwohnung in Hannover sowie SPD-Parteibüros in beiden Städten.

Krach hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Er erklärt, eine umstrittene Spende in Höhe von 9.900 Euro, die im Dezember 2025 an die Berliner SPD geflossen war, sei innerhalb von 24 Stunden, nachdem er im Januar 2026 davon erfahren habe, an den Spender zurücküberwiesen worden, und er habe niemals persönlich Geld entgegengenommen. In einem Interview mit den Sendern RTL und ntv am 17. September 2026, im Vorfeld der Berliner Wahl, erklärte er, er werde unabhängig vom Wahlergebnis weiterhin als Parteivorsitzender tätig sein. Die niedersächsische Verwaltungsaufsichtsbehörde prüft separat, ob ein Disziplinarverfahren gerechtfertigt ist. Die strafrechtlichen Ermittlungen dauern an, und es wurde noch keine Anklage erhoben.

Quelle: Erklärungen der Staatsanwaltschaft Hannover, wie vom „Tagesspiegel“ und anderen deutschen Medien im September 2026 berichtet.