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Amsterdamer Beamter, dem der Verkauf von Adressen im Zusammenhang mit 95 Gewalttaten vorgeworfen wird, steht vor Gericht

Ein Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Amsterdam stand am 18. September 2026 vor Gericht; ihm wurden Korruption und Beihilfe zu einer Welle von Explosionen und Schießereien in den Niederlanden vorgeworfen. Nach Angaben der niederländischen Staatsanwaltschaft (Openbaar Ministerie, OM) soll der Verdächtige zwischen Januar 2024 und Mai 2025 in behördlichen Datenbanken nach Wohnadressen und persönlichen Daten von Privatpersonen gesucht und diese Informationen anschließend an zwei Mitangeklagte weitergegeben haben, die sie an Käufer innerhalb krimineller Netzwerke weiterverkauften.

Die Staatsanwaltschaft hat die bei diesen Durchsuchungen gewonnenen Informationen mit mindestens 95 gewalttätigen Vorfällen im ganzen Land in Verbindung gebracht, darunter 36 Explosionen, 14 Drohbriefe oder Briefe mit Kugeln, die an Wohnadressen zugestellt wurden, acht Schießereien an Wohnadressen, zwei Mordversuche und eine Entführung. Der Mitarbeiter wurde im Mai 2025 festgenommen.

Der Prozess begann am 18. September vor dem Amtsgericht Amsterdam und soll bis zum 25. September dauern, wobei weitere Verhandlungstermine für den 21. bis 23. September angesetzt sind. Das Ministerium für Justiz und Sicherheit bezeichnet den Fall als eklatantes Beispiel dafür, wie der unrechtmäßige Zugriff auf amtliche Unterlagen direkt zu Gewaltverbrechen führen kann.

Quelle: Openbaar Ministerie (niederländische Staatsanwaltschaft), offizielle Bekanntmachung zum Fall, 18. September 2026.