Bei einer koordinierten Razzia in Antwerpen hat die belgische Bundespolizei fünf Objekte durchsucht, die mutmaßlichen Statthaltern des sogenannten Nordsee-Kartells zugerechnet werden. Sichergestellt wurden nach Behördenangaben Bargeld im sechsstelligen Bereich, mehrere Fahrzeuge sowie Kommunikationsgeräte mit verschlüsselter Software.
Ermittler gehen davon aus, dass die Antwerpener Zelle für die Verteilung von Kokainladungen zuständig war, die zuvor über den Hafen von Rotterdam eingeführt wurden – ein Hinweis auf die grenzüberschreitende Struktur der Organisation.
„Diese Netzwerke denken nicht in Landesgrenzen, das dürfen Ermittlungsbehörden auch nicht“, so ein Sprecher der Antwerpener Staatsanwaltschaft. Die belgische Justiz kooperiert nach eigenen Angaben eng mit Behörden in den Niederlanden und Deutschland.
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