Die belgische Bundespolizei hat nach einer Razzia am 16. September 2026 ein großes Labor für synthetische Drogen in einer Industriehalle am Opitterkiezel in Bree nahe der niederländischen Grenze ausgehoben. Vier niederländische Männer – im Alter von 30, 35, 43 und 61 Jahren aus Weert, Sittard und Venlo – wurden vor Ort festgenommen; eine 34-jährige Frau aus Bree wurde Tage später bei einer Nachfahndung festgenommen, bei der die Polizei weitere 30.000 Euro in bar beschlagnahmte.
Die Ermittler beschlagnahmten 180 Kilogramm fertige MDMA-Kristalle – genug, um rund 800.000 Tabletten im geschätzten Wert von 2,5 Millionen Euro herzustellen – sowie mehr als 700 Kilogramm Vorläuferchemikalien, 13 Gasflaschen und drei Fahrzeuge. Der Zivilschutz von Limburg half bei der sicheren Stilllegung des Labors. Hauptkommissarin Sophie Lever von der Bundeskriminalpolizei Limburg (FGP Limburg) bezeichnete die Auswirkungen des Labors auf die Umwelt, die öffentliche Gesundheit und junge Menschen als „alles andere als positiv“, während Staatsanwalt Frank Bleyen erklärte, die Drogenproduktion schüre Gewalt, Erpressung und kriminelle Netzwerke, und forderte weitere Investitionen in die Strafverfolgung.
Quelle: Bundesjustizpolizei Limburg (FGP Limburg) / Belgische Bundesstaatsanwaltschaft, via VRT NWS, 18. September 2026.